Wo ist das alte Jazznetz geblieben?

Die Website Jazznetz hat schon sehr früh eine interaktive Karte der Jazzclubs in Deutschland präsentiert. seinerzeit noch mit einer mühsam selbst erstellen Deutschlandkarte als GIF File und – der Webmaster ist Geograph – von Hand platzierten Ortsmarken. Das Internetrad hat sich schon lange weiter gedreht und heutzutage bietet Google ganz andere und – zugegebenermaßen – bessere Möglichkeiten. Die Reaktion: die Jazzclubkarte ist schon lange auf die Jazzpages gewandert.

Im Jazz-Shop der Jazzpages: Maher & Seiterle: Blind Date With Love

Jazzshop der Jazzpages

Zu den Jazzpages – Jazz in Deutschland gehört jetzt auch ein Jazz-Shop. Unter shop.jazzpages.com gibt es die CDs von fixcel records und weitere Jazz-Artikel. Neu sind dort auch die Tonträger von Tiger Moon Records zu finden (u.a. mit Absolutely Sweet Marie). Zukünftig wird der Shop mit weiteren ausgesuchten und interessanten Jazz-CDs ergänzt. It’s only a beginning…

Jan Garbarek und das Hilliard Ensemble auf Abschiedstournee

Jan Garbarek und Hillard Ensemble Foto

„Wenn das Saxofon das Sakrale umarmt“, betitelte die New York Times ihre Kritik und in der Tat hatte der Musikproduzent Manfred Eicher vor Jahren die Idee, die Stimmen des Hilliard Ensembles mit den Saxofonklängen des Norwegers Jan Garbarek zu verbinden. Jetzt, fast zwei Jahrzehnte und unendlich viele verkaufte CDs später ist bereits die dritte CD, Officium Novum, aus dieser außergewöhnlichen musikalischen Zusammenarbeit hervorgegangen.

Die Musiker treten in den schönsten Kirchen der Welt auf. Der Dom zu Berlin, das Ulmer Münster, St. Paul’s Cathedral, der Dom zu Siena und St. John The Divine in New York, sie alle tragen zum besonderen Charakter der Musik bei und ermöglichen es den Musikern mit dem Raum zu spielen als wäre er ein weiteres Instrument. Jedes Konzert scheint wie ein langes Gebet, eine außergewöhnliche Seelenreise durch die Musik von Jahrhunderten, vom Orient zum Okzident, von den vierstimmigen Mariengesängen des Pérotin und den Adaptionen armenischer Hymnen des Mönches Komitas bis zu Kompositionen von Arvo Pärt und Jan Garbarek.

Die kristallklaren Töne des Saxofons schweben schräg über den samtenen Stimmbögen der Hilliards und es entstehen magische Momente, wenn Jan Garbarek sich hineinspielt in den Gesang des Countertenors David James und so nahezu unmerklich zur fünften Stimme des Ensembles wird.

„Es ist eine Musik, an der die Aufklärung unbemerkt vorbeigerauscht sein könnte. Das gibt ihr eine Reinheit, die man auch als Naivität wahrnehmen kann; aber sie will nicht mit Harmonien verzücken, sondern mit ruhigen, klaren Ekstasen und mehrstimmig transzendentem Raumgefühl.“

(Frankfurter Rundschau)

„Weder Klassik noch Jazz, weder alt noch neu – diese Musik existiert einfach, zu jedermanns Staunen und Ergötzen“

(New York Times)

 | www.bremme-hohensee.de (mit komplettem Tourplan der Abschiedstournee)

Ditzner Konzert vom Just Music Festival 2014 komplett im hr zu hören

Erwin Ditzner / Foto: Schindelbeck

ELEMENTS. „der beat des jazzschlagzeugers schafft den raum, in dem die musik geschieht“, behauptete ein berühmter jazzpublizist in baden-baden. erwin ditzner schafft weit mehr. er macht die musik des raums hörbar, versetzt mit dem körper klänge in bewegung, er streichelt haut und spielt sex, lässt dingen ihren lauf, reagiert organisch auf mechanik, schlägt gegen schwingungen an, lässt natürliches chaos stehen und hält gegeneinander arbeitende rhythmen aus. er kennt seine elemente und hört darüber hinaus. 
// jan künemund, april 2013.

Das Konzert von Erwin Ditzner beim diesjährigen Just Music Beyond Jazz Festival in Wiesbaden wird ungeschnitten im hr gesendet.

Ditzner Solo im Radio hr2 Kultur – „elements“

Samstag, den 24.05.14 von 19:05h bis 20:00h

http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/index.jsp?rubrik=53567&key=standard_document_1074372

Matisse: Jazz in Lindau

matisse-ausstellung-lindau

Noch bis zum 31. August kann man im Museum Lindau die Mappe „Jazz“ von Henri Matisse bestaunen. 1943 hatte der damals 74-jährige Künstler mit der Arbeit an der Suite begonnen und aus „farbenfrohen rhythmischen Zeichen einen rauschhaften Hymnus auf das Leben komponiert“.
 

 
Matisse schuf das Werk mit der Schere, um einfache Formen aus Papieren auszuschneiden, die nach seinen Anweisungen von Gehilfen mit Gouachefarben monochrom eingefärbt wurden. Die Schnitte arrangierte er mit Hilfe eines Assistenten auf Papierbögen, die ebenfalls eingefärbt waren. Die entstandenen Kompositionen dienten als Druckvorlage.

Sein Pariser Verleger Tériade erkannte die Bedeutung von Improvisation und Variation in diesem Werk und schlug daraufhin den Titel „Jazz“ für die Bildserie vor.

www.museum-lindau.de

Vocal Total – ein neues Jazzfestival in Heppenheim

vocal total festival in heppenheim

Im hessischen Heppenheim findet am 9. und 10. Mai erstmals das Festival Vocal Total statt. An zwei Abenden spielen je zwei Bands in deren Mittelpunkt eine Sängerin steht. Mit dabei sind Jutta Brandl, Kathrin Armani, Franziska Holzheimer und Christine Börsch-Supan. Spannend dürfte das erstmalige Zusammentreffen der Letzteren mit dem Volker Engelberth Trio werden: Jazz-Jam – eine Premiere beim Premierenfestival.

www.forum-kultur.com

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Peter Ehwald: Double Trouble

Peter Ehwalds Double Trouble – Foto: www.schindelbeck.org

Eines meiner interessantesten Konzerterlebnisse der letzten Zeit: Peter Ehwalds Double Troube in der Klapsmühl Mannheim. Eine Fotogalerie des Konzertes gibt es drüben bei www.schindelbeck.org.

Die passende CD sei empfohlen (Link nur ohne Adblocker sichtbar):

Theremin spielen für jederman

Modernes Theremin

Nun gut, im Jazz hat das Theremin bisher noch nicht wirklich Fuß gefasst aber improvisieren kann man schließlich auf jedem Instrument. Und nie war es einfacher für jederman, mit der Online-Version des Theremins, zur finden hier  – give it a try!

Kleines feines Jazzlabel: fixcel records

File:Fixcel records logo.jpg

In eigener Sache: Der Webmaster vom Jazznetz ist auch der Betreiber eines kleinen, feinen und irgendwie unterschätzten Jazzlabels. fixcel records präsentiert nicht nur einige der besten Jazzmusiker der deutschen Jazzszene (wie Sebastian Gramss, Erwin Ditzner, Lömsch Lehmann, Alexandra Lehmler) sondern sogar die weltweit gefeierte Pianistin Marilyn Crispell. Ein Blick auf die Website sei empfohlen: www.fixcelrecords.com